Fünf Mythen über Restaurant Inhaber

Liess bitte unbedingt diesen Webbeeren Blog Artikel bevor Du ein Restaurant eröffnest!

„Ich besitze eine Gaststätte.“ Nichts beschwört Blicke des Neides und beeindruckt schneller als diese vier Wörter.

Einige Menschen glauben, dass wer eine Gaststätte besitzt, Spass und das Abenteuer hat und jetzt richtg gross Geld verdient und möglicherweise sogar berühmt wird. Ich hoffe DU machst diesen Fehler jetzt nicht und stürzt Dich nicht blind ins Restaurant-Verderben.

Gut gibt es die Webbeeren, um Dir zu erklären, dass ein Restaurant erst einmal ein Berg harter Arbeit ist. Definitiven gibt es Vorteile wenn Dein dein eigener Chef bist, aber es gibt eben auch ernste Beeinträchtigungen für Dein Leben. Lass uns jetzt einmal einige dieser falschen, hartnäckigen und nervtötenden Gaststättemythen zerstreuen.

fliegenpilz-fly-agaric-1600164_640Mythos 1 – Ein verhexter Spass Job!

Spass ist, was Du daraus machst, oder eben auch nicht. Es wäre die Spitze der Dummheit anzunehmen, dass das Gastgewerbe nur Spass ist. Es ist eher viel viel Arbeit und enormer Druck. Eine Gaststätte zu besitzen bedeutet, dass Du bei der Arbeit einen enormen Zeitaufwand investieren musst, besonders am Anfang. Magst Du Wochenenden, Feiertage und die Geburtstage Deiner Kinder? Plumps, da ist dieses Kind gerade in den Brunnen gefallen…  Die Wahrscheinlichkeit ist reisig, dass du gerade an jenen Tagen arbeiten wirst.
Typischer Fall:meine damalige Frau und ich haben überhaupt nie in den Jahren, die wir zusammen ein Restaurant geführt haben, Sylvesterabende oder einen Geburtstag gefeiert. Wir haben gearbeitet. Denk daran bevor Du ein Restaurant eröffnest, willst Du erfolgreich werden, musst Du massenhaft Zeit, Kraft und auch Geld investieren. Ein starker Willen ist Voraussetzung und Verzicht auf Wochenenden und Feiertage müsen dir Bewusst sein.

Mythos 2 – Ich bin reich!

Nein. Stopp genau hier, gehe nicht über START! Sammle keine € 5000.- Tatsache ist, Du wirst die € 5000.- aus Deiner Tasche zahlen, nicht einsammeln. Lohn- und Gehalt, Mehrwertsteuer, Versicherungen, Miete, Pacht oder Hypothek, Einkauf von Lebensmittel, Getränke, Kasse, Reparaturen, Neuanschaffungen usw… Wie sieht es nun aus mit Deiner Idee? Mit einem Restaurant kannst Du viel Geld scheffeln? Anfangs wirst du fast jeden Cent oder Rappen aufwenden den du versienst. Ein Restaurantbesitzer kann ein annehmbares Leben (annehmbar = nicht Reich) erlangen aber nur wenn er oder sie auch beabsichtigen im Restaurant zu Arbeiten. Viele Leute denken, dass sie eine Gaststätte eröffnen und das Geld fliesst, ohne wirklich kochen zu müssen, ohne Einsatzpläne zu schreiben oder eine korrekte Buchhaltung zu führen. Dieses kann am Anfang durchaus kurz funktionieren. Eine neu eröffnete Gaststätte zieht meist viele Neugierige an in den ersten Tagen, wenn Du Glück hast, auch Wochen., Aber die meisten Restuarnats können eine Flaute nicht sehr lange aushalten. Dafür fehlt den Meisten die nötigen Rücklangen. Wenn Du nicht einplanst im Betrieb tatsächlich mit zu arbeiten, plane auch nicht Geld zu erhalten. Es gibt nur Geld gegen Leistung in diesem Gewerbe. Alles was Du nicht tust, muss jemand anderes tun den Du bezahlen musst.

Mythos 3 – Ich liebe es zu kochen, also sollte ich mein eigenes Restaurant eröffnen, richtig?

Möglicherweise. Der schnellste Weg, Dein liebstes Hobby zu ruinieren ist, es zu Deinem Beruf zu machen. Selbstverständlich ist es anspornend mehr zu Arbeiten wenn Du das tun kannst, was Dir wirklich Spass macht. Sei Dir aber stets bewusst, das Hobby-Kochen für die Familie und Freunde hat wenig zu tun mit dem Kochen für zahlende Gäste. Selbst wenn Freunde und Familie sagen, Du sollst eine Gaststätte eröffnen, erinnere Dich, es sind Dein Freunde und Familie und nicht ein unparteiischer Schiedsrichter. Versuch für ein paar wenige Fremde zu kochen (für Nichtfreunde und Nichtfamilie) bevor Du den Sprung ins Restaurantabenteuer wagst. Nur um einen kleinen Geschmack der Gastgewerbebranche zu erhalten. Du kannst Dich ja mal für ein paar Monate als Mietkoch anbieten und bei Fremden kochen und so die Wahrheit über Deine Künste erfahren und lernen mit dem Druck umzugehen.

Mythos 4 – Ich habe einen Platz, um mit meinen Freunden herum zu hängen!

Ehrlich, für mich ist dieses der irritierendste aller Mythen. Wenn Du mit Deinen Freunden herumhängen möchtest, errichten eine Bar in Deinem Keller oder schmeiss eine Party. Investiere nicht Tausenden Euros oder Franken in ein Geschäft, wenn Du nicht die Absicht hast, das Geschäft auch wirklich führen und beaufsichtigen zu wollen. Und Du wirst nichts beaufsichtigen, während Du dort mit Deinen Freunden herumhängst, Fussball guckst und trinkst. Niemand wird sich für Deine Gaststätte interessieren, genauso wenig wie Du selbst das tust. Und wenn Du dich nicht interessierst, warum sollte Dein Personal sich dann für Dein Restaurant interessieren?

Mythos 5 – Ich werde berühmt sein!

OK das lasse ich zu! Ich fantasiere auch darüber, der unglabulichste Gastgewerbe Blog im Deutschen Sprachraum zu haben. Erfolgreicher als restaurant.ch (Ok bei google.ch stehen wir immerhin schon auf Platz 5 für den Suchbegriff Restaurant – HEUREKA!!) Ich fantasiere auch darüber mal Klitchko zu besiegen, ein schottisches Schloss zu kaufen oder mit Christian Rach und Frank Rosin zusammen ein Unternehmen zu Gründen. Es ist aber (noch) ein Wunsch, nicht die Wirklichkeit. Starte DEIN Restaurant Geschäft nicht um berühmt zu werden. Starte es, um Deinen Lebensunterhalt zu verdienen. Mit deiner ganzen Kraft, Deinem ganzen Herzen oder besser Deinem ganzen Herzblut!

Berühmte Küchenchfes sind überall zu sehen zur Zeit die beiden oben haben ihre eigenen Ferhsehsendungen. Jeamie Oliver hat seine Cookware-Linien, andere machen Fernsehwerbungen, oder führen sehr erfolgreiche Gaststätten. Aber sie fingen nicht berühmt an. Sie begannen alle mit – und jetzt kommt es – richtig harter Arbeit! Ja klar, es kann Spass machen, wenn Du grosse Visionen hast. Ein Unterhaltungsstar zu werden, deine eigene Kochsendung zu haben eine Restaurantkette zu haben. Wenn dies alles Deine täglichen Aufgaben, Dein Engagement für Deinen und IN Deinem Betrieb nicht beeinträchtige, ist das völlig Okay und kann Dich sogar beflügeln.

Aber an erster Stelle kommt harte Arbeit! TUN = Tag Und Nacht – Nirgedwo mehr als im Gastgewerbe.

Über Gerold Edgar [Restaurant Marketing] 138 Artikel
Gerold E. Sieber - Autor und Admin WebBeeren.ch | Ich habe nur ein Ziel: Mehr Erfolg für Dein Restaurant! Durch mehr Gäste, mehr Wiederbesuche ein höheres Ticket und bessere Online Bewertungen für Deinen gastronomischen Betrieb. Ich bin seit 34 Jahren im Gastgewerbe tätig begonnen hat alles in einem Gasthof in Rolle VD als Tellerwäscher und Hausbursche, später lernte Koch, wurde Küchenchef, Food Business Analyst, Commercial Manager, Projektleiter und selbständiger Gastwirt. Seit 2006 befasse ich mich intensiv Internet Marketing, Web Design, E-Mail-Marketing und Social Media Marketing. Dabei bleibe ich spezialisiert auf meine Leidenschaft und Liebe - Restaurants, Bars, Pizzerien. Café usw. Ich übersetzt für meine Leser aus der Gastronomie die komplizierten und teils unverständlichen Internet Marketing "Sachen" in eine Sprache die von Gastronomen verstanden wird. Bleibe hier und lies in meinem Online Magazin

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.