Begeistere in 2 Sekunden Deine Restaurant Gäste

Wie Du mit Emotionen potenzielle Kunden begeistern kannst und in Dein Lokal holst.

Das Gastgwerbe Geheimnis zum Thema Gäste begeistern.

Mehr als zwei Sekunden bleiben Dir kaum noch! Kunden begeistern um Interesse für Dein Restaurant und Dein Angebot zu wecken dauert nicht länger als bis zum nächsten Wimpernschlag, danach befasst sich kaum noch jemand mit Werbebotschaften. 

Aber… Es gibt eine sher gute Nachricht: Das reicht völlig aus – wenn es Dir gelingt sofort die richtigen Hirnregionen zu beleben.

Wichtig ist, dass Deine Werbebotschfat mit Emotionen aufgeladen wird: Je mehr Sinne Du ansprechen kannst, desto stärker identifiziert sich ein potenzlieller Gast mit Deinem Restauant oder Deinem Angebot und je emotionaler Dein Restaurant nach aussen wirkt, um so erfolgriecher wird Deine Botschaft ankommen. Entscheidend ist Klarheit über die Kerninhalte Deines Restaurants oder Deines beworbenen Angebotes. Weiter musst Du Dein Unternehmen klar emotional positionieren und Dich von anderen abheben. wie es im Title so schön heisst: Du musst Deine Kunden begeistern!

Okay – Du bist jetzt keinen Schritt weiter, weil Du gerade absolut keine Ahnung hast, wie Du Deinen Betrieb emotionalisieren könntest. Welche Emotionen könnest Du mit Schnitzel Pommes mit Salat auslösen? Nun was ist an einer Kaffeebohne denn emotional? Irgendwie muss aber etwas im Mensch passieren, dass er bereit ist, für eine Portion Kaffee fast Fr. 7.- bei Starbucks auszugeben. Dies obwohl der effektive Wert des Rohstoffes nur ein paar Rappen kostet, eine Tasse Kaffee bei einem Mitbewerber für den halben Preis zu haben wäre. Trotzdem stehen Menschen Schlange um ein Getränk aus gerösteten Bohnen im Pappbecher zu bekommen. Aber in Deinem Restaurant ärgern sich die gleichen Menschen, dass sie für das gleiche Getränk in der schicken Porzelantasse serviert, Fr. 3.40 bezahlen müssen. Komisch was? In Berlin kostet eine Currywurst an sehr vielen Ständen gerade mal 1€, aber es gibt Currywurstbuden die verkaufen ihre Wurst für € 2.50, einer gar für € 5.00! Die normale Imbissbude verkauft eine Currywurst, Konopke das Berliner Original, Zander mit Blatgold oder das Berliner Yuppie Menü für €15 Currwurst mit Gold, Krautsalat, Pommes, 1 Glas Champagner) das „Goldkörri“ am Nollendorfplatz verlangt €3.90 wegen ein paar Stäublein Golduplver aus Blattgold. Ja genau – diese Imbissbuden emotionalisieren eine Darmlose Wurst mit gewürztem Ketchup. Hammer, was?

Wie könntest Du nun Dein Angebot, Dein Restaurant mit einer passenden, emotionalen Botschaft von den Lokalen Deiner Mitbeweber abheben? Dazu musst Du erst einmal folgendes Wissen: Wissenschafter, allen voran Psychologen, Biologen und Neurologenhaben in den vergangenen Jahren versucht, hinter das Geheimnis der unbewussten Vorgänge beim Einkaufen zu kommen. Häusel erklärt die Zusammenhänge einleuchtend am Emotionsmodell im Gehirn des Kunden. Im Zentrum dieses Modells stehen die lebenswichtigen physiologischen Vitalbedürfnisse wie Atmung, Nahrung, Schlaf und Sexualität. Neben diesen Vitalbedürfnissen gibt es drei grosse Motiv- und Emotionssysteme in unserem Gehirn:

  • Das Balance-System. Die wohl stärkste Kraft im Gehirn des Kunden. Es lässt ihn nach Sicherheit, Ruhe und Harmonie streben sowie Unsicherheiten und Gefahren meiden. Glücklich macht ihn, wenn alles im Leben am gewohnten Platz ist und seine Ordnung hat. Vor allem Versicherungen, Immobilineverkäufer, Pharmaindustrie  und Produkte aus Medizin und Altersvosorge nutzen dieses System.
  • Das Dominanz-System. Ist das ideologisch umstrittenste System. Es motiviert den Menschen, den Konkurrenten im Kampf, beispielsweise um Ressourcen und Sexualpartner, auszustechen, die eigene Macht auszubauen und sein Territorium zu erweitern. Dieses System ist der Motor des Fortschritts, denn ohne Dominanz-System gäbe es keine Autos, keine Flugzeuge, keine Computer und keine Entwicklung. Denn diese basiert letztlich darauf, dass Wissenschafter, Politiker, Techniker, Sportler, Schauspieler und Manager an die Spitze wollen.
  • Das Stimulanz-System. Es weckt in uns den Wunsch nach Erlebnissen, nach Neuem und nach Individualität. Die Erfüllung erleben wir als Spass, Prickeln, Erregung und so weiter, seine Nichterfüllung als Langeweile. Dieses System spielt in der menschlichen Existenz eine grosse Rolle und hat demnach auch wirtschaftliche Auswirkungen, denn davon leben beispielsweise die Tourismus-, die Unterhaltungs- und die Medienindustrie.

Du musst also ein Motivationssystem ansprechen. Der Mythos des rationalen Menschen stimmt also nicht – Emotionen beherrschen unbemerkt unser Handeln und auch Handlungen Deiner Gäste. Um diese Erkenntnis auch im Restaurant-Alltag umsetzbar zu machen, lautet die Lösung: Visualisierung, Emotionalisierung und Erlebbarmachung von Produkten und Dienstleistungen Dies trifft übrigens nicht nur auf Konsumprodukte, sondern ganz ausgeprägt auch auf Dienstleistungen zu. Du mit Deinem Restaurant verbindest eine Dienstleistung mit Produkten. Um noch einmal klar zu machen, wie dies funktioniert, nehmen wir mal Wasser als Beispiel. Das Wasser aus unserem Wasserhahn ist von bester Qualität und fast kostenlos. Trotzdem sind Menschen bereit, für die mit einem Evian oder Henniez verbundenen Erlebnis (Emotion) mehr Geld auszugeben. Es gibt Menschen, die gar über Fr. 150.- für ein „Rokko No Mizu” Wasser aus Japan ausgeben. Dieses Wasser kostet in Japan selber gerade mal ca. Fr.1.30, hat mir mein Freund Klaus Willand von Career Ltd aus Matsujama gesagt.

Hast Du beim Lesen des Artikels bereits angefangen darüber nach zu denken, warum Deine Stammgäste zu Dir essen kommen? Dein Lokal für einen Cocktail aufsuchen oder die Pizza von Dir geliefert haben möchten, obwohl Du etwas teurer bist? Nein? Damit solltest Du beginnen. Danach kannst Du beginnen spezielle Dienstleistungen in Deinem Restaurant und sehr spezielle Gericht mit Emotionen zu begleiten und diese danach auch entsprechend vermarkten. Eventuell wird aus einem Schnitzel mit Pommes-frites dann ein Zartes, saftiges Schnitzel nach Wiener Art mit knusprigen Pommes-frites? Du siehst, so viel braucht es nicht, um ein paar Emotionen zu wecken und Kunden begeistern wird einfacher.

Oder was denkst Du, welches emotionale System Domino’s Pizza ansprechen wenn sie sagen: “WennSie nicht restlos zufrieden sind mit Ihrem Domino’s Pizza-Erlebnis, werden wir dies sofort korrigieren oder Sie erhalten Ihr Geld zurück”? Ja genau, hier wird, eher unüblich für die Gastronomie,  das Balance System angesprochen. Die Garatie gibt Sicherheit, weckt aber auch eine Erwartungshaltung beim Besteller. Die Frage ist nun: Wie könntest Du Emotionen bei Menschen in Deiner Region wecken?

Es braucht weniger als Du denkst. Du musst Dich mit Deinem Restaurant nur abheben aus der grossen Masse. Seien wir doch ehrlich, wenn ich die Zeitung aufschlage und Restaurant Inserate sehe, aktuell für die Wildsaison und Metzgete, könnte ich die Anzeigen beliebig austauschen. Der einzige Unterschied liegt meist im Namen des Restaurants und dem Logo. Wild auf Wild! Den abgedroschenen Slogan habe ich bereits 1994 verwendet. Emotionalisieren bedeutet aber, zu wissen, was die Menschen bewegt, zartes rosa gebratenes Rehfleisch mit frisch geschabten Spätzli in Deinem Restaurant und nicht beim Mitbewerber zu geniessen. Was interessiert die Menschen? Woher Dein Wild kommt? Wie es zubereitet wird? “Die Jagdgesellschaft Dunkelwald beliefert uns regelmässig während der ganzen Jagdsaison. Achtung, die Menge begrenzt! Kommen Sie besser gleich vorbei!”  Oder: Rehpfeffer beizen wir immer noch nach dem Rezept meiner Urgrossmutters ein!”  Was machst Du anders? Erzähl es den Menschen! Du hast besondere lokale Bezugsquellen für Deine Rohstoffe? Nutzte diese Information! “Unsere Spätzle werden aus Glutenfreieb Rohstoffen hergestellt!” du hast soeben ein ganz neue Zielgruppe angesprochen. Es gäbe noch so viele Beispiele nur alleine für die aktuelle Saison die Dein Restaurant von der breiten Masse abheben kann.

Denk darüber nach, was Du anders machst.

Frag Deine Gäste warum sie zu Dir kommen.

Frag Deine Mitarbeiter warum sie bei Dir arbeiten. 

Welches Gericht ist Dein Referenzprodukt? Warum?

Wie unterscheidet sich Dein Service von dem Deiner Mitbewerber?

Wusstest Du, dass ich mal in einem Restaurant ohne Speisekarte gearbeitet habe? Muss Deine Pizzakarte wirklich Nummern für die Gerichte haben? Musst Du überhaupt eine Pizzakarte haben oder könnte die nicht vom Gast selber zusammengestellt werden? An jedem Dönerstand kannst du auswählen, was Du ins Fladenbrot reinhaben möchtest!

Ich hoffe ich habe Dir für Heute genügend Ideen geliefert. Falls du spezielle Ideen für Dein Restaurant benötigst, lade uns doch ein und wird reden darüber wie auch Du Deine Kunden begeistern kannst.

 

Quellhinweise mit einem grossen Dankeschön für all die tollen Hintergrundinformationen an: Christoph Portmann von ScoreMarketing für den Fachartikel “Warum Kunden Kaufen” erschienen auf www.organisator.ch Nr. 6/07

 

 


 

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